Siemens Servo Ventilator 300

Allgemeine Funktionsbeschreibung

Die Grundprinzipien des SV 900C wurden komplett überarbeitet und finden sich nur noch in einigen wenigen Details des neuen Modells wieder. Der überwiegende Teil des Geräts entspricht einer völligen Neukonstruktion und weist einige Besonderheiten auf. Hervorstechend ist zunächst die Trennung von Gasmechanik und Bedienanzeigenpanel in 2 Geräteeinheiten. Diese sind durch ein bis zu 2 m langes Kabel getrennt voneinander aufzustellen: der Gasmechanikteil in der Nähe des Patienten, der Bedienteil in ergonomisch guter Reichweite der Pflegekraft bzw. des Arztes. Die Gasmischung erfolgt direkt durch elektronische Ventile für Druckluft und Sauerstoff. Lediglich das Ausatemventil des Gerätes weist große Ähnlichkeiten mit dem Vorläufer auf: auch hier wird ein Silikonschlauch mechanisch zusammengedrückt.

Der SV 300 kann auf drei Altersstufen eingestellt werden: Erwachsene, Kinder und Neugeborene. Hierbei werden automatisch die verschiedenen Druck- und Frequenzbereiche für die unterschiedlichen Altersklassen vorgewählt.

In das Gerät ist ein Akkumulator integriert, der den Betrieb ohne Netzversorgung für etwa 30 Minuten aufrechterhalten kann. Damit eignet sich der SV 300 für kurze Transporte. Darüberhinaus ist die Versorgung aus einer 12-V-Quelle oder mit einem optionalen Zusatzakkumulator auch für einen längeren Zeitraum netzunabhängig möglich.

Neu ist auch das Triggerprinzip des SV 300. Die Triggerung kann dabei konventionell druckgesteuert erfolgen (für den unempfindlichen Bereich). Wird eine hochempfindliche Triggerung gewünscht, so verwendet das Gerät eine flußsensitive Triggerung.

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Pneumatikeinheit

Das Prinzip der Gasmischung besteht in einem geregelten Hochdrucksystem.

Hierzu wurden neuartige Ventile entwickelt, die eine sehr kurze Ansprechzeit (ca. 6 ms) aufweisen. Sauerstoff und Druckluft werden über Normschläuche angeschlossen ( )und gelangen zu je einem Hochdruckregelventil (‚ ). Durch die schnelle Ansteuerbarkeit dieser Ventile ist es möglich, ohne ein weiteres Reservoir sowohl das Verhältnis zwischen den beiden Gasen (= FIO2) als auch die gewünschte oder benötigte inspiratorische Flußform zu erzeugen.

Beide Gase werden zusammengeführt und verlassen die Pneumatikeinheit Richtung Anfeuchtersystem und Patient.

Inspiratorisch erfolgt noch eine Druckmessung (ƒ ) und die Kontrolle der inspiratorischen Sauerstoff-Konzentration („ ).

Der Exspirationsteil ähnelt dem des SV 900C: Das Ausatemgas passiert einen Flußwandler († , gleiche Bauart wie beim SV 900C) und das scherenartige Ausatemventil (‡ , gegenüber dem SV 900C etwas modifiziert). Exspiratorisch erfolgt ebenfalls noch eine Druckmessung (… ). Die Gaseinheit ist leicht zu wechseln und kann sterilisiert werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Bedienanzeigenpanel

Das Bedienanzeigenpanel kann in 5 Bereiche unterteilt werden: Die Bedienung ist in allen Bereichen einheitlich. Einstellungen und Meßwerte werden zusätzlich über Analog- oder Digitalanzeigen dargestellt. Folgende Beatmungsformen sind möglich: Hierunter sind einige neue Beatmungsformen, die in der Weaningphase von Nutzen sein können. Der Anwender wird in einer übersichtlichen und logischen Art und Weise durch die verschiedenen Funktionen geführt. Mehrfarbige Anzeigen signalisieren dabei auch Unterschiede zwischen eingestellten und gemessenen Werten, so daß´hiermit leicht eine Überprüfung der Parameter erfolgen kann.

Schnittstellen für externe Bildschirme und Datenübertragung sind vorhanden.

Einstellbare Parameter:

sowie Sonderfunktionen.

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