Alle Druck- und Flußfunktionen einschließlich der Mischung des Inspirationsgases werden mit 2 Präzisionsventilen ("high pressure servo valves", HPSV) gesteuert.
Sämtliche Gerätefunktionen werden von einem Multiprozessorsystem gesteuert und überwacht, wobei Überwachungs- und Steuerfunktionen von jeweils getrennten, sich gegenseitig überwachenden Systemen verwaltet werden. Verbunden mit den automatisch ablaufenden Funktionstests vor Inbetriebnahme und während des Betiebs wird damit eine maximale Systemzuverlässigkeit erreicht.
Die analoge Einstellung s der Beatmungsparameter sowie eine intelligente Benutzerführung in Verbindung mit der Visualisierung der Beatmung durch ein eingebautes, voll graphikfähiges und hinterleuchtetes Flüssigkristalldisplay machen das Gerät sehr benutzerfreundlich und erleichtern die Routinearbeit.
Wichtige Parameter einschließlich Resistance und Compliance werden automatisch kalkuliert und auf speziellen Displays dargestellt.
Eine genormte, serielle Schnittstelle gestattet die Kommunikation mit Datenverarbeitungsanlagen.
Durch Austausch der Software sind die Funktionen des Gerätes beliebig zu erweitern.
Die aus der zentralen Gasversorgungsanlage dem Gerät zugeführten Gase (2,7 bis 6 bar) werden den beiden HPSV zugeführt, die sie entsprechend den eingestellten Parametern (FIO2, Druck, Fluß und Tidalvolumen) dosieren und in den Inspirationsschenkel des Patientenschlauchsystems leiten. Das Exspirationsgas wird über den Exspirationszweig des Schlauchsystems zum Gerät zurückgeführt und fließt durch einen autoklavierbaren Patiententeil über das Exspirationsventil und die exspiratorische Flowmeßeinrichtung (Hitzedrahtanemometer) zur Abgastülle.
Im Inspirationskanal des Gerätes werden gemessen: inspiratorische Gasmenge, Sauerstoff-Konzentration und Atemwegsdruck; im Exspirationskanal werden gemessen: Atemwegsdruck, Differenzdruck für Trigger und Demandflow und exspiratorischen Gasfluß bzw. -volumen. Die Atemwegsdrucksensoren werden vom Prozessorsystem so abgefragt, daß der jeweilige flußlose Kanal zur Meßwertdarstellung benutzt wird. Damit ist sichergestellt, daß der unmittelbar am Patienten herrschende Atemwegsdruck erfaßt wird.
Ein Medikamentenvernebler kann über einen Steckadapter angeschlossen werden; die Gerätesteuerung sorgt dafür, daß der Vernebler nur während der Inspiration und für maximal 10 Minuten betrieben wird.
Um eine unbeabsichtigte Verstellung der Beatmungsparameter zu verhindern, sind die entsprechenden Elemente hinter einer Klappe angeordnet, so daß der Benutzer nur mit den zur Beurteilung der jeweiligen Beatmungssituation erforderlichen Informationen ständig konfrontiert wird.
Alle für das Beatmungsprotokoll relevanten Meßfunktionen sind einem speziellen Display zugeordnet, in dem aufgerufen werden können:
Atemgastemperatur, exspiratorisches Tidalvolumen, Frequenz, Resistance und Compliance;
Atemgasdrücke: maximaler Plateau- und Mitteldruck; CPAP (PEEP) und minimaler Druck,
Dabei wählt das Gerät automatisch die für die jeweilige Beatmungsform sinnvollen Beatmungsparameter aus.
In diesem Menu sind ferner Datum und Uhrzeit aufrufbar.
Auf einem Graphikbildschirm können wahlweise dargestellt werden: Atemwegsdruck- Flowkurve, wobei die zeitliche Auflösung automatisch an die Maschinenfrequenz angepaßt ist. Ebenso werden auf diesem Display sämtliche Status- und Alarmmeldungen im Klartext ausgegeben.
Neben dem Patientenmonitorring besitzt Evita ein umfangreiches Maschinenmonitorring, welches den Anwender jederzeit in Klartext über den Ausfall der Druckgase und über Gerätefehlfunktionen informiert. Der Service wird dadurch erleichtert, daß den Fehlfunktionen Zahlencodes zugeordnet sind, die eine schnelle Lokalisierung des Fehlers erlauben. Auch das Maschinenmonitorring ist wie das Patientenmonitorring hierarchisch strukturiert.
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