Der Fluß des Antriebsgases übt einen zunehmenden Druck auf den Beutel oder den Balg aus, welcher das Atemgas enthält. Dadurch wird der Balg zunehmend komprimiert und sein Innendruck steigt an. Der zunehmende Druckgradient zwischen Beutel und Patientenkreis bedingt eine Strömung des Atemgases zum Patienten. Je mehr Antriebsvolumen in die Kammer einfließt, desto größer wird der auf den Balg einwirkende Druck mit einen daraus resultierenden Anstieg des Druckgradienten und des Flusses. Daraus ergibt sich ein ständig zunehmender Fluß. Druck- und Flußkurve ähneln sich bei dieser akzelerierenden Flußform. Ist das Balgsystem entleert, wird sein Volumen kurzfristig im Patientenkreis gehalten und es kommt zu einem Druckausgleich zwischen dem Sekundärsystem des Respirators und dem Patientenkreis (Atemwege und Lunge des Patienten); es entsteht die inspiratorische Pause.
Ist der Arbeitsdruck nicht viel höher als der inspiratorische Spitzendruck im Patientenkreis, verringern sich Druckgradient und Fluß in der Inspiration (Druckgenerator).
Beträgt z.B. der Arbeitsdruck 80 mbar und er Spitzendruck im Patientensystem 40 mbar, so fällt der für den Gasfluß bestimmende Druckgradient von 80 mbar am Beginn der Inspiration auf 40 mbar am Ende der Inspiration. Dieser Abfall des Druckgradienten um 50 % bewirkt eine proportionale Abnahme des Flusses um ebenfalls 50 %.
Bei diesem Balgsystem wird eine konstante Flußform (Strömungsgenerator) mit einer linear ansteigenden Druckkurve erreicht, ähnlich wie bei Einzelkreissystemen mit linearem und hohem Druckantrieb.
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