Druckwerte im Gefäßsystem der Trachealschleimhaut:
a) Kapillare (endarteriolär)
ca. 30 mm Hg
b) Kapillare (endvenös)
ca. 18 mm Hg
c) Lymphgefäß
ca. 5 mm Hg
Seit Cooper und Grillo ist die Tatsache der trachealen Drucknekrosen durch den Cuffdruck der Endotrachealtuben bekannt, wenn die Beatmungzeit 24 Stunden übersteigt. Manschettendrucke von Endotrachealtuben welche die obengenannten Werte übertreffen, führen also mit hoher Wahrscheinlichkeit zu:
Ischämie
Stauung
Ödem der Trachealschleimhaut.
Daher ist der Cuffdruck der Günstigste, der mit geringstem Druck die Trachea abdichtet. Würde der Cuffdruck 5 mm Hg nicht überschreiten, bliebe der Lymphstrom unbehindert. Dies ist jedoch praktisch nicht zu erreichen. Daher gilt als Optimum den Cuffdruck um 15 mm Hg (dies entspricht 21 cm H2O) nicht zu überschreiten. Dieses wird am ehesten erreicht durch:
Manschetten mit Niederdruck (low pressure cuffs)
Manschetten mit hohem Residualvolumen (large residual cuffs).