Eine hohe Serumamylase bzw. Serumlipase ist nicht gleichbedeutend mit einer schweren akuten Pankreatitis; niedrige Pankreasenzymwerte sind nicht gleichbedeutend mit einer leichten Pankreatitis. Besteht gleich zu Beginn der akuten Pankreatitis eine fortgeschrittene Organzerstörung, so kommt es nur zu einem geringen Enzymanstieg.
Anstiege des Bilirubinwertes und der Transaminasen weisen auf eine biliäre Auslösung der Pankreatitis hin; ein gleichzeitig erhöhte γ-GT deutet eher auf eine alkoholinduzierte Pankreatitis. Die Entzündungsparameter wie Blutkörpersenkungsgeschwindigkeit (BKS), C-reaktives Protein (CRP), das kleine Blutbild mit möglicher Leukozytose sowie das die wahrscheinliche Linksverschiebung enthüllende Differen-tialblutbild eignen sich gut zur Verlaufskontrolle, geben als einmalige Parameter jedoch praktisch keinen Auf-schluß über die Krankheit. Die akute Pankreatitis ist in der Regel immer von einer Hypokalzämie begleitet, deren Ursache jedoch noch nicht völlig erforscht ist. Die begleitende Aszites führt meistens zu einem Albuminverlust, der sich häufig auch in einem Abfall des Gesamt-eiweißes zeigt. Einen Überblick über die Möglichkeiten einer Labordiagnose bei akuter Pankreatitis gibt folgende Tabelle:
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Bewertungskriterien |
Gesamtamylase |
Pankreas-Amylase |
Lipase |
Trysinogen |
Elastase |
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Sensitivität |
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Spezifität |
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Verfügbarkeit |
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Aufwand |
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Kosten/100 Best. |
83,- DM |
100,- DM |
82,- DM |
540,- DM |
960,- DM |
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Pharma-Vertrieb |
Boehringer |
Boehringer |
Boehringer |
Behring |
Abbot |
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Eine Computertomographie mit Kontrastmittelgabe vermag in der Regel immer auf eine Pankreatitis hinzuweisen.
Durch eine Angiographie können Veränderungen an Arterien und Venen nachgewiesen werden, die auf eine Pankreatitis hinweisen können. Die Differenzierung zum Pankreaskarzinom kann im Einzelfall hingegen sehr schwierig sein.
Die Röntgen-Thoraxaufnahme sollte immer zur Verlaufskontrolle der respiratorischen Parameter erfolgen. Nur so vermag der respiratorischen Insuffizienz frühzeitig begegnet werden. Röntgenaufnahmen des Oberbauches sollten in rechter und linker schräger Aufnahmeposition erfolgen, wodurch sich Verkalkungen und eventuell Weichteilschatten mit und ohne Verdrängung eines Nachbarorgans durch eine Pseudozyste erkennen lassen. Pankreasverkalkungen kommen sowohl bei der akuten wie auch der chronischen Pankreatitis vor als schalenförmige Verkalkungen von Pankreaszysten. Die Abdomen-Aufnahme vermag auch Hinweise auf einen Ileus zu geben. Eine sichtbare Luftsichel ist immer Hinweis auf eine bestehende Ulkusperforation.
Bei der Sonographie kann
- eine diffuse gleichmäßige Zunahme der Dichte bis zu einem "Pflasterstein"-Relief als Zeichen des Frühstadium der Pankreatitis,
- ein inhomogenes Reflexmuster mit zystischen oder echoärmeren (Nekrosen) und strukturdichten (Vernarbungen) Areale,
- eine Organvergrößerung, im Spätstadium eventuell auch eine Organverkleinerung,
- die Erweiterung des Ductus pancreaticus (größer 3 mm sicher pathologisch),
- die Abnahme der Atemverschieblichkeit
dargestellt werden.
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Hier ist zunächst der Nachweis einer nekrotisierenden Pankreatitis als Ausgangspunkt der bakteriellen Besiedelung nötig. Etwa 25 % aller Patienten haben eine bakterielle Kontamination der Pankreasnekrosen, was mit einer hohen Letalität verbunden ist. Das Standardverfahren hierzu ist die Computertomographie nach Kontrastmittelgabe.
Durch die computertomographische Feinnadelaspiration wird Nekrosematerial des Pankreas gewonnen und kann mikrobiologisch untersucht werden (Kultur mit Keimanzüchtung), um so einen positiven Keimnachweis zu erzielen.
Ist dies nicht möglich, können auch Labordaten (CRP, LDH, α1-Antitrypsin und α2-Makroglobulin im Serum) mit hinreichender Genauigkeit die Unterscheidung zwischen interstitiell-ödematöser und nekrotisierender Pan-kreatitis zu finden helfen. Das Vorhandensein oder das Ausmaß einer bakteriellen Kontamination der Pankreas-nekrosen ist hiermit jedoch nicht möglich.
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