PCV

(Pressure Controlled Ventilation)

Bei der druckkontrollierten Beatmung wird bei der Respiratoreinstellung der maximale Spitzendruck und die Atemfrequenz festgelegt. Dadurch kann der optimale Beatmungsdruck für den Patienten festgelegt werden.
Das Atemzugvolumen paßt sich der Beschaffenheit der Lunge an. Der Respirator beatmet den Patienten mit einem dezelerierenden Flow bis zum Erreichen des eingestellten Spitzendrucks, d.h. der inspiratorische Flow ist primär hoch und dezeleriert dann rasch. Daher muß die Überwachung des Atemminutenvolumens am Respirator entsprechend eng eingestellt werden.
Bei druckkontrollierter Beatmung können Patienten in der Regel mit niedrigeren Atemwegspitzendrücken und niedrigeren Ventilationsvolumina beatmet werden als mit konventioneller Beatmungstherapie (CMV) unter gleich guten (gleich schlechten) Ergebnissen der Blutgasanalysen. Die höheren Atemwegmitteldrücke der druckkontrollierten Beatmung können jedoch die Hämodynamik und damit den Sauerstofftransport beeinträchtigen.
Eine gute Alternative bietet hier das BIPAP:

  1. die Erhaltung der Spontanatmung bei dieser druckkontrollierten Beatmungsform reduziert die Beeinträchtigung der Hämodynamik erheblich
  2. Die Erhaltung der Spontanatmung bewirkt durch Phrenikus-Aktivierung einen weiteren Abbau von Atelektasen.

Inversed Ratio Ventilation (IRV)

Unter der "inversed ratio ventilation" versteht man ein Beatmungsmuster, bei dem die Dauer der Inspiration größer ist als die der Exspiration (I:E ≥ 1).
Hieraus ergeben sich viele Vorteile, jedoch auch einige Nachteile, bei der Beatmung kritisch Kranker:

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