High Frequency-Ventilation (HFV)

Der von Intensivmedizinern umgangssprachlich geführte Begriff ‘Jet-Ventilation’ meint in der Regel keine Jet-Ventilation, sondern die Hochfrequenz-Oszillations-Ventilation (HFO).
Die Unterschiede bestehen in der Atemfrequenz (AF) und dem Atemzugvolumen (AZV) (siehe Tabelle weiter unten).
Heute wird die HFV in der Intensivmedizin meistens als Kombination mit der CMV in den Spätstadien des ARDS eingesetzt. Die HFV überlagert hier also nicht die Spontanatmung des Patienten, sonder die maschinellen Hübe des Respirators.
Die HFV vermag hier oftmals für eine zusätzliche Eliminierung von CO2 zu sorgen, so daß die AZV der CMV gesenkt werden können, woraus geringere Spitzendrücke der Beatmung resultieren.
Probleme ergeben hier das Monitorring der Beatmung: der in der Lunge herrschende Druck ist immer höher, als die Respiratoranzeige und die Volumenmessung überschätzt das AZV ebenfalls.
Die HFV bietet bei gleichem Beatmungsmitteldruck konventionellen Beatmungsstrategien gegenüber höhere endexspiratorische Lungenvolumina bei gleichzeitigem vermindertem endinspiratorischen Lungenvolumen.
Die Ruhigstellung der Lunge ist daher eine andere Anwendungsmöglichkeit der HFV:
- Bronchopleurale Fisteln
- Membransyndrom des Neugeborenen

Form Flow AF
[1/min]
Gasabe-wegung insp. Gasbe-wegung exsp. AZV
[ml]
AMV
[l]
Gaseintritts-geschwindigkeit [m/sec] Spitzenflow Vmax
[l/min]

HFPPV

dezelerierend

60 - 110

aktiv

passiv

200 - 300
VT > VD
20 - 30 30 1,5

HFJV

rechtangulär

100 - 400

aktiv

passiv

50 - 250
VT > VD
25 - 30 30 2,5

FDV

  350 - 1500

aktiv

passiv

10 - 250 10 - 50 300 0,7

HFO

sinusoidaler

300 - 2400

aktiv

aktiv

90 - 120 90 - 120 80 4,0

CHFV

  CMV:1-60
HFV:
100-3000

aktiv

aktiv oder passiv

       
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