Bei dieser Beatmungsform wird der zeitliche Ablauf (I:E-Verhältnis) ebenso wie das Atemzugvolumen (AZV) durch die Respiratoreinstellung bestimmt.
Eine Spontanatmung ist nicht möglich. Die intrapulmonalen Druckverhältnisse richten sich nach der Beschaffenheit der Lunge (Compliance, Resistance).
Daher verfügen Respiratoren über die Option "Einstellung des oberen Atemwegspitzendruckes", der bei einer Überschreitung des maximal gewünschten Spitzendruckes durch den Respirator warnt und in der Regel bei Erreichen des Spitzendruckes den Beatmungshub abbricht.
Auf Grund des vom Respirator gemessenen Spitzendruck im Bereich der oberen Atemwege kann man sich den Spitzendruck im Bereich der Alveolen gemäß des Gesetzes von Laplace
| Spitzendruck in den Hauptbronchien [mm Hg] | Spitzendruck in den Alveolen [mm Hg] |
| 30 | 417 |
| 25 | 347 |
| 20 | 278 |
| 15 | 208 |
| 10 | 139 |
| 5 | 69 |
wobei TAlveole »
THauptbronchien / 4; rAlveole = 0,12 bis 0,15 [mm]; rHauptbronchus = 5,5 bis 9,5 mm
Der Vorteil dieser Beatmungsform ist die Volumenkonstanz des AZV trotz Veränderung der Lungenverhältnisse (z.B. keine Hyperventilation neurochirurgischer Intensivpatienten durch Verbesserung der Lungencompliance und Anstieg des AZV, bzw. Hyperkapnie durch Verschlechterung der Compliance).
Diese Beatmungsform verlangt einen tief sedierten (und/oder relaxierten) Patienten, der nicht in der Lage ist, eine Spontanatmung zu entwickeln.
Heutzutage, wo immer mehr klar wird, wie notwendig eine möglichst frühe Spontanatmung des Patienten zur Verhinderung bzw. Verbesserung des ARDS ist, ersetzt die SIMV-Beatmung mit entsprechend hoher SIMV-Frequenz weitestgehend die CMV-Beatmung.
Daher ermöglichen neue Beatmungsgeräte wie der Servo 300 dem Patienten mittels einer Steuerung einen höheren Flow zu erhalten.
Erzeugt der Patient bei seinem Inspirations-Versuch einen Sog, welcher unter einem voreingestellten end-exspira-torischen Druckniveau liegt, so schaltet der Servo kurzfristig auf druckkontrollierte Beatmung um. Bei Triggerung liefert der Respirator nun einen Flow entsprechend dem Bedarf des Patienten. Sinkt der Flow auf den voreingestellten Wert zurück, schaltet der Respirator wieder auf volumenkontrollierte Beatmung um.
Man sollte jedoch auch hierbei immer bedenken: der Patient muß erst einen Sog gegen die Maschine aufbauen bis eine Spontanatmung ermöglicht wird. So kurz dieser Moment auch ist, er erhöht die Wahrscheinlichkeit der Ausbildung von Atelektasen.
CMV ist eine kontrollierte Beatmungsform, bei welcher der Patient passiv bleiben sollte, d.h. keine Spontan-atmung vorhanden sein sollte.
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