Die Eiserne Lunge

Eine geeignete Methode zur endotrachealen Intubation für die Beatmung war lange nicht bekannt; Versuche der Verwendung von nasopharyngealen Tuben führten häufig zur Überblähung und Ruptur des Magens. Diese Probleme bei der Beatmung von Patienten ließen die Forscher nach Alternativlösungen suchen.
Der Franzose Woillez baute 1876 die erste "Eiserne Lunge", welche er Spirophore nannte.
Heute bietet die Methode der Eisernen Lunge eine Zusatzmethode zu den konventionellen Beatmungsformen. Durch den negativen intrathorakalen Druck erwies sich die Eiserne Lunge häufig als hämodynamisch stabiler als herkömmliche Beatmungsformen.
Weitere Vorteile der Eisernen Lunge:

Aus diesen Gründen erscheint der Einsatz einer modernen Anforderungen angepaßten Eisernen Lunge in einigen Fällen gerechtfertigt:

Um dies zu untersuchen wurde eine Eiserne Lunge Modell "Dräger E 52" von Pohl in mehreren Entwicklungs-schritten den heutigen Anforderungen (Möglichkeiten zur Einstellung von Atemfrequenz pro Minute und Inspirationsdauer in Prozent Þ Atemfrequenzen von 8 bis 60/min, I:E-Einstellungen von 1:9 bis 9:1) angepaßt und in der Medizinischen Hochschule Hannover getestet.

Die Ergebnisse der Untersuchungen zeigten gegenüber der CMV gleich gute Ventilationsergebnisse, statistisch signifikant stabilere hämodynamische Kreislaufbedingungen und kürzere Weaning-Phasen (ebenfalls statistisch signifikant).

Im praktischen Gebrauch zeigte sich diese "Plastik Lunge" in der Benutzung zwar aufwendiger als Beatmungen mit herkömmlichen Ventilatoren, jedoch benutzten Ärzte und Pflegepersonal gleichermaßen die Plastiklunge trotz größeren Aufwands über begrenzte Zeiträume gerne, wenn sie sich durch diese Behandlungsmethode klinische Vorteile versprachen.

Zur Pflege allerdings muß die Haube abgenommen werden und der Patient bei Bedarf über eine Maske beatmet werden.

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